Die Gestalttherapie
Die Gestalttherapie ist mehr als nur eine Psychotherapieform, sie ist eine Lebenseinstellung, eine Aufforderung zu wachsen und vor allem eine Haltung, die es ermöglicht sich selbst zu lieben und eine tiefe, liebevolle Beziehung zu anderen einzugehen. Die wesentliche Haltung der Gestalttherapie ist die Würdigung des Menschen, mit seiner innewohnenden Kraft zur Lösung seiner Lebensprobleme, diese wahrzunehmen und schätzen zu lernen.
In der Gestalttherapie wird der Mensch als Organismus betrachtet, der von seiner Umwelt abhängig ist, d.h. wir benötigen zum Beispiel Sauerstoff, Nahrung, soziale Kontakte, etc. Zwischen Organismus und Umwelt existiert eine Grenze - eine Ich-Grenze. An dieser Grenze kommen wir in Kontakt mit der Umwelt. Der Organismus strebt nach Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts, das aber durch Mangelzustände wie zum Beispiel Hunger, Durst oder Gefühle der Einsamkeit ständig gestört wird und erst durch Befriedigung der Bedürfnisse wieder hergestellt wird. Deshalb sorgt er dafür, dass das im Moment wichtigste Bedürfnis zur Figur wird (d.h. zum Zentrum unseres Interesses) und die anderen in den Hintergrund treten. Wichtige Voraussetzung dafür ist “awareness” (dt.: Gewahrsein) für das, was im Hier und Jetzt in uns und um uns herum vorgeht, d.h. wahrnehmen, was wir momentan sehen, hören, riechen, fühlen und / oder denken.


